2,5 Millionen für Bindestrich von Neheim und Hüsten

Über 2,5 Millionen Euro Landesförderung hatte RP Hans-Josef Vogel (2.v.l.) mitgebracht. Es freuten sich die Stadtplaner Michaela Röbke und Thomas Vielhaber (r.) sowie Arnsbergs 1. Beigeordneter Peter Bannes. (Foto: oe)

Hüsten. Gut fünf Wochen nach seinem Wechsel vom Sessel des Arnsberger Bürgermeisters auf den des Arnsberger Regierungspräsidenten hat sich Hans-Josef Vogel am Berliner Platz in Hüsten mit dem 1. Beigeordneten Peter Bannes und Stadtplaner Thomas Vielhaber getroffen. Mitgebracht hatte er einen frisch unterzeichneten Bewilligungsbescheid über gut 2,5 Millionen Euro. Das Land unterstützt damit die energetische Sanierung des über 40 Jahre alten Kulturzentrums, aber auch Untersuchungen, Konzepte und vorbereitende Maßnahmen für die Weiterentwicklung des Quartiers mit einem 70-prozentigen Zuschuss. Das 3,6-Mio.-Paket ist ein wichtiger Baustein für die Schaffung des neuen am Berliner Platz und für den in ganz Unterhüsten.

Quartier entwickeln

Die energetische Sanierung des Franz-Stock-Gymnasiums samt des Kulturzentrums sind ein zentraler Bestandteil der Förderung. (Foto: Bezirksregierung)

„Unsere Pläne sind lange vorbereitet und gut“, sagte Stadtplaner Thomas Vielhaber. „Wir wollen hier sozusagen den Bindestrich zwischen Neheim und Hüsten gestalten, ein Projekt, das uns über Jahrzehnte begleitet.“ Ein Stadtquartier, das bisher vor allem durch seine drei zerschneidenden Verkehrsachsen – Bahnhofstraße, Bahnlinie und Kleinbahnstraße – sowie große Gewerbeflächen geprägt ist, soll nach innen weiterentwickelt werden, eine Idee, mit der sich auch Vogel jahrelang beschäftigt hat. Der Bildungscampus sei einer der Kristallisationspunkte, das Rathaus und der Bahnhof zwei andere, so Vielhaber, doch das ganze Quartier solle sich entwickeln. Dazu gehören auch die Neugestaltung des öffentlichen Raums, neue öffentliche Nutzungen, Möglichkeiten zur Begegnung und die Verbindung mit den Wohngebieten.

Vogel: „Richtig Gas geben!“

„Alles Ziele, die den Vorstellungen der Landesregierung entsprechen und die diese deshalb unterstützt“, so RP Vogel, der dabei auch an andere erfolgreiche Stadtumbauprojekte in der Stadt erinnerte – das Kaiserhaus in Neheim und der Bürgerbahnhof in Alt-Arnsberg. Die Stadt sollte sich jetzt beeilen und die günstige finanzielle Situation nutzen, sie sollte richtig Gas geben, um moderner zu werden, so der RP. Da sei es schön, dass auch andere Akteure aktiv werden, meinte der derzeitige Rathauschef Peter Bannes mit Blick auf Pläne des Kreises, 19 Millionen Euro in drei Neubauten für das Berufskolleg zu investieren, und die nun endlich anstehende Sanierung des Bahnhofs durch die Bahn.

Kanalverlegung und Altlastensanierung

Der Förderbescheid umfasst unter anderem diese Maßnahmen:

  • Energetische Sanierung des Franz-Stock-Gymnasiums mit Kulturforum
  • Konzeption Berliner Platz
  • Erstuntersuchung und Sanierungskonzept Altlastensituation
  • Verkehrsuntersuchung Berliner Platz
  • Gutachten und Wettbewerb Rathaussanierung
  • Entwicklungsstudie Rahmenplanung Unterhüsten
  • Konzept Weiterentwicklung Sport- und Solepark
  • Altlastensanierung Quartierspark Berliner Platz
  • Verlegung des Abwasserkanals
  • Projektsteuerung

 

2 Kommentare

  1. M. Holtappels sagt:

    Neheim wird gar nicht erwähnt? Was mir dabei fehlt ist ein Bürgerzentrum für Neheim. Was passiert denn z. B: mit der Realschule die bald leer sein wird?

  2. Das ist nur ein Teil des Haushaltsplanes. Wenn Sie mehr erfahren möchten: http://www.arnsberg.de/finanzen/index.php

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